Liebe Leser,
zu unserem Artikel Wie organisiere ich eine Hochzeit? möchten wir heute einen Nachtrag anfügen. Denn das Fest ist ja eigentlich nicht die Hauptsache, es gibt ja einen konkreten Anlass – die Trauung. Deswegen möchten wir heute auch das Thema standesamtliche und kirchliche Trauung behandeln.
Zivilstandsamt / Standesamt: Die Anmeldung zur Eheschliessung ist je nach Land meist 3 bis 6 Monate gültig, d.h. Sie können sich frühestens 6 Monate vor Ihrem Wunsch-Hochzeitstermin anmelden, Wenn Sie einen besonderen Tag anvisieren, können Sie sich auch einen Termin reservieren lassen. Es wird sehr stressig, wenn Sie morgens erst ins Standesamt hetzen, dann in die Kirche und dann noch eine riesen Feier bewältigen müssen. Besser ist es, den standesamtlichen Termin vorher zu absolvieren, die Trauung in der Kirche und ein schönes Fest einen Tag später zu zelebrieren. Wenn Sie nicht kirchlich heiraten, gehen Sie vormittags zum Standesamt und feiern danach. Wenn Sie an einem Samstag heiraten möchten, fragen Sie bei Ihrem zuständigen Standesamt an, ob es an diesem Tag geöffnet hat und welche Unterlagen Sie brauchen.
In der Schweiz ist die Hochzeit unter freiem Himmel mittlerweile ein Trend. In Deutschland kann man sich leider nicht unter freiem Himmel standesamtlich trauen lassen, aber viele Standesämter bieten sehr schöne Räumlichkeiten an.
Kirchliche Trauung oder “Freie Trauung”: Vor jeder kirchlichen Trauung steht das “Traugespräch” in dem Brautleute und Pfarrer sich kennen lernen und persönliche Fragen stellen können. Der Gottesdienst mit Ablauf, Liedern, Lesungen, Trausprüchen, Gebeten und Musikstücken wird besprochen. Beachten Sie, dass die katholische Kirche daneben auch Ihre Teilnahme an einem “Ehevorbereitungsseminar” verlangt.
Bei einer evangelischen Trauung ist es ein wenig lockerer, da es sich hier um einen “Gottesdienst anlässlich einer Eheschliessung” handelt. Trotzdem muss auch hier ein Traugespräch erfolgen.
Neben der klassischen Zeremonie in der Kirche setzen sich immer mehr die sogenannten “Freien Trauungen” als Zusatz zur Standesamtlichen Trauung durch. Diese Zeremonie mit einem freien Theologen/Theologin oder einem Hochzeitsredner/in ist an keine Vorgaben oder Orte gebunden, auch spielt die Religionszugehörigkeit keine Rolle. Sie kann völlig frei nach Ihren Wünschen und Vorstellungen abgehalten werden. Es sollten ein paar Vorgespräche stattfinden, damit der Redner Sie ein bisschen kennen lernt und sein Programm mit Ihnen darauf abstimmen kann. Auch sollte besprochen werden, ob sich die Zeremonie an einer kirchlichen Trauung anlehnen soll oder ob Sie vielleicht eine Mottohochzeit bevorzugen. Eine freie Trauung ersetzt nicht das Standesamt und ist somit nicht rechtskräftig, es ist aber eine romantische Alternative zu einer kirchlichen Hochzeit.













Pingback von Wie organisiere ich eine Hochzeit? — 1. März 2011 um 16:29
[...] Kirchliche Trauung oder “Freie Trauung” / Klärung wann man sich beim Zivilstandsamt anmelden muss – siehe dazu auch unseren Artikel zum Thema [...]